You won´t fool the children of the revolution. - T.Rex
Im revolutionären Jahr 1968 hießen die beliebtesten Schlager in Deutschland „Mama“ und „Heidschi Bumbeidschi“ – natürlich von Heintje. Die CD-Kompilation „Hippies, Hasch und Flower Power“ (Bear Family) zeigt allerdings: Schlager und Studentenprotest gingen damals ein ungelenkes, absurdes und amüsantes Techtelmechtel ein. Songs wie „Jimi, Oh Jimi Hendrix“, „Gammelshake“ und „Molotow Cocktail Party“ betreiben „68er-ploitation“ wie die Schulmädchen-Filme. Selbst Ralph Siegel, Wencke Myhre, Bernd Spier und Bill Ramsey arbeiten sich an den Blumenkindern ab.
Ein Meilenstein unfreiwilliger Komik ist Freddy Quinns berühmt-berüchtigtes Anti-Protestlied „Wir“. Der singende Seebär bläst allen Langhaarigen den Marsch. „Wir will nicht mit Gammlern verwechselt werden? WIR!/ Wer sorgt sich um den Frieden auf Erden? WIR!/ Ihr lungert herum in Parks und in Gassen./ Wer kann eure sinnlose Faulheit nicht fassen? WIR! WIR! WIR!“
Eine Cover-Version der Jacob-Sisters von „Blowin´in the Wind“ ist nicht auf der großartigen CD enthalten, hätte es es aber durchaus sein können.