Archiv für die Kategorie ‘bücher’

Fantasy 2.0

Februar 7, 2009

Per Pressemitteilung vom 3. Februar hat der Piper-Verlag den offiziellen Start seines Piper-Fantasy-Portals verkündet. Dahinter steckt eine mehr oder minder Social-Web-Anwendung, die gemeinsam mit iRead / hierschreibenwir realisiert wurde: es gibt via Registrierung die Möglichkeit, an einem Online-Lexikon zur fantastischen Literatur mitzuwerkeln, sich mit anderen auszutauschen und ein paar Goodies einzuheimsen.


Nicht schlecht: angesichts des Twitter-Hypes bei Verlagen mal wieder auf einen good old-fashioned Community-Ansatz zu treffen. Die Optik gefällt, bei der Bedienbarkeit ruckelt es noch. (Da gibt es zum Beispiel nach dem Einloggen ein nicht aktivierbares Blog-Feature und die Navigationsführung ist doch gewöhnungsbedürftig.)

Hoppla macht es aber hier:

  • bei dem Lexikon, das die Benutzer erstellen (sollen) gilt wohl die Regel: first come, first serve. Ist zu einem Stichwort einmal etwas geschrieben, kann mit dem Verfasser diskutiert werden – der Artikel selbst lässt sich aber nicht ergänzen oder ändern …
  • in den AGBs heißt es unter anderem: Sollte ein Dritter Interesse an einer Nutzung an den auf Hierschreibenwir.de publizierten Inhalten haben, muss iRead Media vorher um Erlaubnis gefragt werden. Im Falle einer kommerziellen Nutzung (z.B. in Form eines Buches) wird iRead Media im Rahmen einer individuell zu schließenden Vereinbarung am finanziellen Ertrag beteiligt. Sollte ein Dritter über Hierschreibenwir.de auf ein HSW-Mitglied aufmerksam werden und mit diesem ein kommerzielles Projekt durchführen wollen, wird iRead Media im Rahmen einer individuell zu schließenden Vereinbarung am finanziellen Ertrag beteiligt.

Oops – folgt man der Einladung zum Schreiben, sollte man sich schon mal über Umformulierungen Gedanken machen. Und auch über mögliche, spätere Kontakte zu Verlagen, Zeitschriften etc. Denn sonst möchte der Plattform-Betreiber hier gerne finanziell beteiligt sein – „im Rahmen einer individuell zu schließenden Vereinbarung“.

Piper-Fantasy ist eine prima Schritt. Die Inhalte des Lexikons können vorgeschlagen werden und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die aktuell knapp 140 MItglieder auch wirklich untereinander vernetzen.

Jetzt noch das Lexikon wirklich editierbar machen, so dass Entwicklung machbar wird. Und einmal bitte die AGBs überarbeiten … dann schreiben wir da auch was rein …

Die Zukunft der USA

Februar 5, 2009

Then, one by one, the television stations stopped working. No news out of Washington at all, as if its mouth had been filled with dirt. The letters stopped coming, the paychecks stopped coming …

Marco Angelo Oliveira ist auf dem Gefängnisschiff Rosalita, als die Welt zerfällt. Eine wirtschaftliche Krise fegt über die USA, bis der Dollar nur noch ein grüner Fetzen Papier ist. Dem Chaos entsteigen neue Kräfte und Strukturen: Die New Sioux reiten durch ein Land, in dem es wieder Sklaverei gibt und der Circus of Industrial Destruction blutige Vorführungen abhält. Höchste Zeit für Marco, die Slick Six zu reanimieren …

Nach seiner traumwandlerischen, aber überschaubaren Novella Spaceman Blues geht Brian Francis Flattery diesmal sozusagen über die volle Distanz. Das macht schon der raumgreifende Titel deutlich: Liberation – Being The Adventures Of The Slick Six After The Collapse Of The United States Of America. Das Ganze ist soetwas wie die imaginäre Landkarte einer möglichen USA samt dazugehöriger Historie.

Intensive Stimmen, Details und Figuren sind so dicht gepackt, dass kaum Luft zum Atemholen bleibt. Aus den Geschichten und Erzählungen von Piraten und neuen Pionieren, Überlebenden und Sklavenhaltern filtert Slattery seine irre Chronik von morgen.

Die Slick Six haben ihren Platz darin als mythische Verbrechertruppe aus der prä-kollabierten Zeit. Marco war zwar nicht gerade das brain, aber der Mann, der Dinge möglich machte. In diesem neuen Amerika, das alle unruhigen und unheiligen Geister aus der Vergangenheit wieder zum Leben erweckt, will er diesmal etwas ganz Anderes möglich machen.

Slattery hat das alles aufgeschrieben. Wahnwitzig, heftig, komisch. Was er wohl mit seinem nächsten Buch alles anstellt?

Titel: Liberation
Autor: Brian Francis Slattery
Verlag: TOR Books
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-0-7653-2046-9

Der seltsame Fall des Forrest Gump

Januar 24, 2009

Eigentlich beruht der neue Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ auf einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald. Es gibt allerdings auch strenge Menschen, die behaupten, David Finchers neuer Film sei im Grunde ein in die Länge gezogenes Remake von „Forrest Gump“. Die „Talk Show with Spike Feresten“ präsentierte sogar einen entlarvenden Zwillings-Trailer für „Button Gump“.

The Importance Of Being Hellboy

Januar 6, 2009


Suspicion is an evolutionary trait in my business. Develop it or become instinct.

Horton hört ein Hu ist ein hübsches Kinderbuch vom notorischen Onkel Dr. Seuss. Nun will uns Gary Braunbeck weismachen, dass auch Hellboy auf den Klassiker steht. Wer mehr darüber wissen will, muss Oddest Jobs lesen.

Die jüngste Sammlung von Geschichten über den groß-roten Höllenknaben hat wieder Christopher Golden kompiliert. Mike Mignola himself hat die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Zeichnungen beigesteuert. Also Stoff vom feinsten – so protzt auch das Autorenverzeichnis: beteiligt sind Mark Chadbourn, Garth Nix, Joe R. Lansdale, China Mieville, Rhys Hughes, Tad Williams und und und …

Aus der Waffenkammer der phantastischen Short Story entweichen unter anderem Salamander-Leute, ein keltischer Unterwassergott und böse Inneneinrichtungen. Passt auch alles wunderbar ins Hellboy-Universum. Noch besser klappt die Fan-Attitüde, mit der die Beteiligten zu Werke gegangen sind. Nur wenige haben sich die Gelegenheit entgehen lassen, ihre Abenteuer in der ersten Person Singular aufzuschreiben.

Einmal ein melancholischer Dämon mit Steinfaust sein – wer kann da schon widerstehen. Einen besseren Hellboy jibbet net.

Titel: Hellboy – Oddest Jobs
Hrsg.: Christopher Golden
Verlag: Dark Horse Books
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-1-59307-944-4

Queenpin

Januar 6, 2009

How can I make this play right for me? Save yourself, serve yourself. She taught me that. That’s what I am saying. I’ll saying it was her.

Endlich lacht der 22jährigen Ich-Erzählerin mal das Glück mit großen Scheinen. Gloria Denton, alte Dame aus ehrenwerter Gesellschaft und Mob-Legende, nimmt die junge Frau unter ihre Fittiche. Rasch lernt sie das kriminelle Geschäft mit Wettbüros und Casinos. Schnelles Geld und schicke Klamotten winken – nur ncht aufs falsche Pferd setzen. Am besten auf gar keins, denn in der Welt von Queenpin gibt es kein Glücksspiel. Nur organisiertes Verlieren für die, die außerhalb des Systems stehen …

So einer ist auch Vic Riordan. Um einmal groß abzukassieren, nimmt der Zocker das Lehrmädchen auf den Haken. Aber nicht nur er will das Spiel kontrollieren. Auch Schülerin und Lehrmeisterin haben unterschiedliche Vorstellungen, wer den Hauptgewinn einstreichen soll – oder einfach nur überleben darf.

Das ist bester Noir. Knappe 180 Seiten, schnell, aber mit den Details an den richtigen Stellen. Über den realen Background hat sich Abbott auch sehr ausführlich in einem Interview geäußert. Die Faszination mit dem Glamour der Goldenen Mob-Ära von Bugsy Siegel und Co. ist in vielen Szenen auch deutlich zu spüren. Zum Glück ist Queenpin nicht davon fortgerissen und zur Beschreibungtsorgie geworden.

Gerade im richtigen Moment drückt Abbott das Gaspedal durch. Auf der schön ausgebreiteten Grundlage wird der Plot schnell und verschlagen. Die konsequenten Entwicklungen liefern sich dabei mit den unterschiedlichen Überlebensstrategien aller ein heißes Kopf-an-Kopf Rennen – prima für die Story, spannend für den Leser.

Titel: Queenpin
Autor: Megan Abbott
Verlag: Simon & Schuster
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-1-4165-3428-0

Hard Case Crime – We Salute You

Dezember 28, 2008


He fell silent, a dreamy look on his face. „And that’s going to be me. That’s going to be Hard Case Crime. We’re going to come out on top.“

Ende der 50er: Patricia Heverstedt ist ein smartes Landei und will in New York ihr Glück machen. Charley Borden ist ein leicht windiger Tausendsassa, der die große Kohle im Geschäft mit Pulp Fiction wittert. Also verschafft er Patricia nicht nur einen Job als Tänzerin, sondern heuert sie auch als Schreiberling für seinen Verlag Hard Case Crime an. Ihre Räuberpistole I Robbed The Mob! entpuppt sich allerdings als pure True Crime Story: der vermeintlich ausgedachte Überfall hat tatsächlich stattgefunden – und plötzlich zeigen Mafia und Cops gesteigertes Interesse an Patricia, Charley und ihren Lieben …

Glückwunsch an Charles Ardai, den Mitbegründer des realen Hard Case Crime Verlags. Das Programm hat es mit Fifty-To-One zum 50. Titel geschafft. Obendrein ist der Roman ein trickreiches Spiel mit der Publikationsgeschichte und dem Noir-Genre.

Dreh- und Angelpunkt ist natürlich die Jubiläumszahl 50: Ardai hetzt sein Personal durch genau diese Zahl an Kapiteln. Jedes trägt als Überschrift einen der bislang veröffentlichten Titel. In streng chronologischer Reihenfolge selbstverständlich. Das birgt nette Fallhöhen und Verschachtelungen, die sich aber immer nett in das Setting einschmiegen. Perfekt dazu passt auch das historische Bild New Yorks von vor 50 Jahren.

Welche kompositorischen Kopfschmerzen ihm das alles bereitet hat, beschreibt Ardai im Nachwort. Anspornende Vorbilder waren unter anderem Georges Perec und Italo Calvino. Die beiden Oulipisten wären sicherlich stolz auf das Ergebnis. Hut ab und auf die nächsten 50!

Titel: Fifty-To-One
Autor: Charles Ardai
Verlag: Hard Case Crime
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-0-8439-5968-0

Howard Who?

Dezember 21, 2008

He knows everything there is to know about B movies, he can sing fifties rock and TV theme songs all night long (and often does), he likes to fish, and he just happens to be the most startling, original, and entertaining short story writer in science fiction today.

George R. R. Martin über Howard Waldrop

„Sue The Bastards“ lautete die Empfehlung an den Autor Howard Waldrop, als im Jahr 2000 O Brother, Where Art Thou? in die Kinos kam. Der Grund: wohlwollende Freunde sahen arg zu viele Ähnlichkeiten zwischen dem Film und der bereits 1989 erschienenen Story Waldrops A Dozen Tough Jobs

Die nette Anekdote samt Geschichte kann jetzt in Other Worlds, Better Lives nachgelesen werden. In der Sammlung stecken sieben von Waldrops längeren Arbeiten, die alle zwischen 1989 und 2003 entstanden sind. Unter anderem mit dabei: die Geschichte, in der sich die Wege von Picasso, Proust und Alfred Jarry bei einer imaginären Filmproduktion zur Dreyfuss-Affäre kreuzen – und dabei den Regisseur mit ihren Vorstellungen von Kino beinahe in den Wahnsinn treiben … oder die Keystone-Cops als Erfüllungsgehilfen bei der Kommunistenhatz von Joe McCarthy …

… oder oder oder … Seit 1970 ist der Mann mit der Schreibmaschine unermüdlich unterwegs, faßt Idee um Idee in Worte. Kollege George R. R. Martin hat ihm mal bescheinigt, keine Geschichte zweimal geschrieben zu haben. Herausgekommen ist ein ganzes Universum einmaliger Unterhaltung.

In den exzellenten Kurzgeschichten leuchten die Sterne besonders hell. Die Anthologien Howard Who? und Things Will Never Be The Same versammeln nur einige Highlights. Hoffentlich und hoffentlich gibt es in Zukunft noch wieder mehr (oder gar alles???) zu lesen.

Titel: Better Worlds, Better Lives
Autor: Howard Waldrop
Verlag: Old Earth Books
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-1-882968-38-1

Radio Killed The Weltherrschaft

Dezember 16, 2008

Quin had a lot of personality problems, he knew, but paranoia was chief among them. He made sure there was a backdoor in everything he ever did.

Quin Taper ist ein frisch gefeuerter IT-Spezialist. Mit Inbrunst verfolgt er ein Ziel: dem machtbesessenen Milliardär Walter Cheeseman an den Karren zu fahren. Der Software-Zar ist sein Ex-Chef und zielstrebig auf dem Weg zur Weltherrschaft unterwegs. (Der Masterplan dazu stammt noch aus der Jugendzeit.)

Die Herzen fliegen aber mehr dem Gitarristen Aqualung und seiner Band The Snake Vendors zu. MIt Rock ‘n’ Roll und Feedback-Technologie stürmen die Musiker in die Charts und ins Visier von Cheeseman. Die Digital Carnivore komplettiert den Mix – ein intelligentes File-Sharing-Programm, das seit Jahren in einem immer wilderen Web sein (Un-)Wesen treibt. Bei der Suche nach dem Ursprung der Datenschleuder kommen sich Cheeseman, Aqualung und Taper wiederholt ins Gehege … bis zum Showdown. Da kommt dann auch endlich die titelgebende Raumstation ins Spiel.

Radio Freefall erfindet Cyberpunk nicht neu. Matthew Jarpe schmiedet aber ein heißes Eisen aus Musik, Science-Fiction und Web-Ideologie zusammen. Manchmal strapazieren die überraschenden Wendungen, manchmal zieht es durch die Löcher in der Handlung. Dafür fährt Jarpe ein paar tolle Ideen für die nahe Zukunft auf – und liefert nebenbei tolle Konzertmitschnitte.

Ein prima Seitenwender.

Titel: Radio Freefall
Autor: Matthew Jarpe
Verlag: TOR Books
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-0-7653-5719-9

The Baum Plan For Financial Independence

Dezember 13, 2008

So at the end of the week I shut down my left brain, got charged, and told anyone who would listen that I was going Downtown.

John Kessel macht in seinen Geschichten vieles möglich. Aber selbst sein zeitreisender Filmagent scheitert am Starrsinn des jungen Orson Welles. Mit seinem grenzenlosen Ego versaut sich der Regisseur lieber eine sichere Karriere in der Zukunft, als dass er in seiner eigenen Zeit ordentlich untergeht.

Überhaupt geht in den Stories in The Baum Plan For Financial Independence eine Menge schief. Weil Kessel immer einen Ausweg findet, um von Erwartungen und Erzählweisen abzulenken. Was eben noch folgerichtig war, erhält einen unerwarteten Drall: den Plot um einen untergetauchten Mörder und seinen versuchten Neubeginn hebelt die Obsession mit einer Katze aus. In The Last American implodiert die Form „Biographie-großer-Männer“ durch den Kontakt mit dem Inhalt. Das erfundene Leben und Wirken von Präsident Andrew Steele sprengt einfach den Rahmen.

Solcher Literatur sollten in den letzten Jahren Labels wie Slipstream oder New Weird verpasst werden. Eben Texte, die durch das Genre-Raster fallen. Glücklicherweise scheren sich da eine ganze Menge Autoren weniger um das passende Keyword und mehr um den Lauf ihrer Ideen. Die Spanne reicht von Howard Waldrop über China Mieville und Ben Rosenbaum und Jeffrey Ford und Jay Lake … oder hier John Kessel.

Höchste Zeit, sich ans Lesen zu machen. Mal schauen, wann der Stoff auch via deutscher Übersetzung direkt ins Hirn gepumpt werden kann …

Titel: The Baum Plan For Financial Independence
Autor: John Kessel
Verlag: Small Beer Press
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-193152050-8

Von den billigen Plätzen

Dezember 7, 2008

„The ha’ pennies?“ said Loy , raising an eyebrow. „The very top circles, the cheapest seats.“ Devlin put in. „The seats cost more than a ha’ penny now, of course. They also call it that because you’re so high up.“

Ha’ Penny ist die sehr, sehr konsequente Fortsetzung von Farthing. Jo Walton dreht noch weiter an der Schraube aus Alternate History und Krimi in einen England, das sich 1949 direkt auf den Weg in den hausgemachten Faschismus befindet.

Zwei Wochen nach den Ereignissen in Farthing ist Inspektor Carmichael wieder zurück in London. Als eine Schauspielerin bei einer Bombenexplosion getötet wird, soll sich Carmichael um den Fall kümmern. Seine Vorgesetzten möchten die Sache rasch abschließen, denn für die geplante Hamlet-Vorstellung ist ein brisanter Gast angekündigt. Hitler himself kommt nach England.

Aber wieder ist Carmichael etwas zu eifrig, zu bohrend bei seinen Ermittlungen dabei. Stück für Stück schaufelt er aus dem Bombenkrater eine verzwickte Verschwörung frei. Je tiefer gegraben wird, desto mehr verdichtet sich das Klima aus Furcht und Schrecken in London.

Im Gegensatz zu Farthing ist der Sound rauher, fast roh geworden. Da wird die Bereitschaft zum Denunzieren sprachlich nur noch mühsam verkleidet, da brechen lange geschürte Vorbehalte in klaren Hasstiraden an die Oberfläche. Rhythmus und Spannung von Ha’ Penny erzeugt Walton wiederum über den Wechsel zwischen Ich-Erzählung und der Sicht von Inspektor Carmichael. Aber dieses Mal müssen versteckte Drohungen, Machtgier und Dünkel nicht zwischen den Zeilen entziffert werden. Die Großstadt London ist direkter und brutaler.

Das gilt auch für den Showdown. Konsequent rennen alle Beteiligten in ihr persönliches Verderben – und wir als Leser können nur hilflos eine Seite nach der anderen umdrehen. Bis wir atemlos am Ende stehen – und gespannt auf das Finale in Half A Crown warten …

Titel: Ha’ Penny
Autor: Jo Walton
Verlag: TOR Books
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-0-7653-5808-0