Die Zukunft der USA

By tausendzeichen

Then, one by one, the television stations stopped working. No news out of Washington at all, as if its mouth had been filled with dirt. The letters stopped coming, the paychecks stopped coming …

Marco Angelo Oliveira ist auf dem Gefängnisschiff Rosalita, als die Welt zerfällt. Eine wirtschaftliche Krise fegt über die USA, bis der Dollar nur noch ein grüner Fetzen Papier ist. Dem Chaos entsteigen neue Kräfte und Strukturen: Die New Sioux reiten durch ein Land, in dem es wieder Sklaverei gibt und der Circus of Industrial Destruction blutige Vorführungen abhält. Höchste Zeit für Marco, die Slick Six zu reanimieren …

Nach seiner traumwandlerischen, aber überschaubaren Novella Spaceman Blues geht Brian Francis Flattery diesmal sozusagen über die volle Distanz. Das macht schon der raumgreifende Titel deutlich: Liberation – Being The Adventures Of The Slick Six After The Collapse Of The United States Of America. Das Ganze ist soetwas wie die imaginäre Landkarte einer möglichen USA samt dazugehöriger Historie.

Intensive Stimmen, Details und Figuren sind so dicht gepackt, dass kaum Luft zum Atemholen bleibt. Aus den Geschichten und Erzählungen von Piraten und neuen Pionieren, Überlebenden und Sklavenhaltern filtert Slattery seine irre Chronik von morgen.

Die Slick Six haben ihren Platz darin als mythische Verbrechertruppe aus der prä-kollabierten Zeit. Marco war zwar nicht gerade das brain, aber der Mann, der Dinge möglich machte. In diesem neuen Amerika, das alle unruhigen und unheiligen Geister aus der Vergangenheit wieder zum Leben erweckt, will er diesmal etwas ganz Anderes möglich machen.

Slattery hat das alles aufgeschrieben. Wahnwitzig, heftig, komisch. Was er wohl mit seinem nächsten Buch alles anstellt?

Titel: Liberation
Autor: Brian Francis Slattery
Verlag: TOR Books
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-0-7653-2046-9

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