How can I make this play right for me? Save yourself, serve yourself. She taught me that. That’s what I am saying. I’ll saying it was her.
Endlich lacht der 22jährigen Ich-Erzählerin mal das Glück mit großen Scheinen. Gloria Denton, alte Dame aus ehrenwerter Gesellschaft und Mob-Legende, nimmt die junge Frau unter ihre Fittiche. Rasch lernt sie das kriminelle Geschäft mit Wettbüros und Casinos. Schnelles Geld und schicke Klamotten winken – nur ncht aufs falsche Pferd setzen. Am besten auf gar keins, denn in der Welt von Queenpin gibt es kein Glücksspiel. Nur organisiertes Verlieren für die, die außerhalb des Systems stehen …
So einer ist auch Vic Riordan. Um einmal groß abzukassieren, nimmt der Zocker das Lehrmädchen auf den Haken. Aber nicht nur er will das Spiel kontrollieren. Auch Schülerin und Lehrmeisterin haben unterschiedliche Vorstellungen, wer den Hauptgewinn einstreichen soll – oder einfach nur überleben darf.
Das ist bester Noir. Knappe 180 Seiten, schnell, aber mit den Details an den richtigen Stellen. Über den realen Background hat sich Abbott auch sehr ausführlich in einem Interview geäußert. Die Faszination mit dem Glamour der Goldenen Mob-Ära von Bugsy Siegel und Co. ist in vielen Szenen auch deutlich zu spüren. Zum Glück ist Queenpin nicht davon fortgerissen und zur Beschreibungtsorgie geworden.
Gerade im richtigen Moment drückt Abbott das Gaspedal durch. Auf der schön ausgebreiteten Grundlage wird der Plot schnell und verschlagen. Die konsequenten Entwicklungen liefern sich dabei mit den unterschiedlichen Überlebensstrategien aller ein heißes Kopf-an-Kopf Rennen – prima für die Story, spannend für den Leser.
Titel: Queenpin
Autor: Megan Abbott
Verlag: Simon & Schuster
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-1-4165-3428-0