This ist Limbo. It’s frustrating, irritating, and nothing happens fast enough because nothing is happening. It’s like racing toward an horizon that you can never reach. It’s like trying tot catch a rainbow. It’s like trying to empty the ocean with a spatula.
Limbo is a lot like growing up.
Für die Geschwister Marlo und Milton Fauster geht das Leben buchstäblich den Bach hinunter. Als Opfer einer Marshmallow-Explosion sehen sie am Ende des Tunnels leider kein Licht, sondern „Heck“. Einfach auf deutsch: „Mist“ – und der will nicht enden, denn Heck ist der Limbo, die zeitlose Zwischenwelt für gestorbene Kinder, deren Seelen noch einsortiert werden müssen.
Oha.
Sind nicht gerade Kinderseelen von Grund auf gut und unverdorben? Also eigentlich gar keine Frage, wohin sie nach ihrem Ableben kommen?
Nun, dazu hat die Direktorin Bea „Elsa“ Bubb von Heck die passende Antwort: ganze 16 Seelen haben es „nach oben“ geschafft. Der Rest – nun, die Anforderungen sind eben hart. Wobei gerade bei Milton Fauster – Leisetreter, Angsthase und Klassenbester – wohl doch ein Irrtum passiert sein muss. Aber Irrtümer gibt es bei ehernen Regeln nicht und da die Bösen die Regeln machen, wird ein wenig gelogen und getrickst und der Irrtum einfach hingebogen – denn das sind eben die Regeln.
Das ist auch der Kniff bei Heck – Where The Bad Kids Go. Regeln gehen nicht, wenn man wie Milton und Marlo gerade mal 11 bzw. 13 Jahre alt ist. Da ist man schon im lebendigen Leben in einem Zwischenreich, das den diffusen Übergang von Kind zu Teenager begrenzt. Da weiß man (noch) nicht, welche Regeln akzeptabel sind.
Für die eigene Orientierung hilft da nur mogeln – im Dies- wie auch im Jenseits. Deshalb nehmen die Geschwister mit ihrem neuen Freund Virgil den Kampf mit dem Heck-System und seiner Leiterin auf. Mit kopflosen Fluchtversuchen und tricky Täuschungsmanövern, die auf einer ganz eigenen Logik beruhen. Wie auch anders, wenn die Regeln ganz woanders gemacht werden … insbesondere von anderen Kids, die so ganz und gar nicht unverdorben, rein und gut sind.
Dale E. Bayse packt das nicht nur in eine funktionierende Geschichte, sondern schreibt sie auch noch voll mit Anspielungen und Wortklaubereien, die höllisch Spaß machen. Bis zu dem überraschenden, so ganz und gar Nicht-Jugendbuch passenden Schluß. Es gibt sie eben auch, die Welten abseits von aseptischen Disney-High-School-Musicals oder den pseudo-erwachsenen Eragon-Gefilden. In eine davon hat Bayse jetzt mal die Taschenlampe gehalten, so dass mittelmäßig begabte Echsen-Bands, politisch korrekte Boogeymen (ups … „boogeypersons“) und mieser Schulkantinenfrass grell beleuchtet werden.
Aber Übertreibung schadet nicht, wenn dadurch eine Seele gerettet wird
Titel: Heck – Where The Bad Kids Go
Autor: Dale E. Basye
Verlag: Random House
Jahr: 2008
Sprache: englisch
ISBN: 978-0-375-84075-3


